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Die römisch-katholischen Pfarreien in Franzensbad

DIE RÖMISCH-KATHOLISCHE KIRCHE DER KREUZERHÖHUNG


Als Kaiser Franz I. im Jahre 1812 den Kreis Eger besuchte, bewilligte er kostel Povýšení Sv. Køíže 7,44 kB (JPG) auf Grund eines Gesuches des Magistrates von Eger den Bau einer neuen Kirche in Franzensbad. Zwei Jahre später verleiht der Kaiser die Seelsorge zu Franzensbad dem Kreuzherrenorden mit dem roten Stern für die Zeit der Sommersaison. Später übernimmt der Orden die Betreuung auf Dauer. Auf Grund der vom k. u k. Bauamt gelieferten Pläne, wurde am 13. Juli 1815 mit dem Bau der neuen Kirche begonnen und der Bau wurde im Jahre 1819 beendet. Am 16. Juli 1820 erfolgte durch Herrn Bezirksvikar P. Christoph Grassold die kirchliche Weihe. Die Kirche unterstand dem Pfarramt in Oberlohma. Als im Jahre 1865 Franzensbad durch kaiserliche Entschliessung vom 23. Juli zur Stadt erhaben wurde, bat sich die Notwendigkeit der Errichtung eines selbstständigen Pfarramtes. Dies geschah im Jahre 1868, wobei mit dem Bau eines anliegenden Pfarrhauses begonnen wurde. Nach Übernahme des Baues, ein Jahr später, durch den Kreuzherrenorden wurde das Pfarrhaus beendet. Am 18. September 1869 wird als erster Pfarrer in Franzensbad P. Franz Huspeka,O.Cr. feierlich installiert.

     Die Franzensbader katholische Kirche der Erhebung des Heiligen Kreuzes ist eine der wenigen sakralen Gebäude in reinem Empirestil im Lande. An der Vorderfront sind vier große Säulen dem Portal vorgesetzt, welche mit dem auf ihnen ruhenden Giebel einen untiefen Säulengang bilden. fara 22,0 kB (JPG) Das rechteckige Schiff mit der flachen Decke beendet ein aussen polygonaies, innen halbkreisförmiges Presbyterium mit einer Koncha. Der Raum des Turmes tritt nicht aus dem Grundriß des Schiffes hervor, bildet einen Vorraum und um ein Stockwerk höher einen Orgelchor mit einer Orgel aus dem Ende des 19. Jhd. Im Turme selbst befinden sich drei Glocken, wobei zwei aus der nicht mehr existierenden Kapelle des heiligen Johann Nepomuk stammen. Diese stand einst in der Nähe der Kreuzung Russische Straße und Straße des 5. Mai. Die größte und gleichzeitig äIteste Glocke ist mit dem Datum 1506 versehen. Mit den Malereiarbeiten zur Verzierung des Gotteshauses wurde im Jahre 1854 Wilhelm Kandler betreut, der sich schon bei Verzierung der Kapelle des Heiligen Kreuzes auf der Prager Burg bewährte. Das schroffe Interieur schmückt ein Zyklus des Kreuzweges von Rudolf Bötger aus Eger. Die Architektur der Altäre aus der ersten HäIfte des 19. Jhd. ist seit 1971 ziemlich verändert und viele Stücke des Mobiliars wurden völlig entfernt. Trotz des drastischen Eingriffes in die Ausstattung der Kirche wirkt der Gesamteindruck, da man ja einerseits ehemalige Mobiliarstücke wieder verwendete, andererseits Vergleichsmöglichkeiten fehlen, nicht störend. Die Bänke im Schiff sind Spätbarock. Die Statue der Assumpta Neorokoko. Diese Statue und einige weitere Teile der Verzierung gehören nicht zur ursprünglichen Ausstattung.


        DIE ORTSSEELENSORGER IN FRANZENSBAD

1. 1869 - 1883 P. František HUSPEKA, O.Cr. † 11.07.1891
2. 1883 - 1889 P. Karel ÈERNÍK, O.Cr. † 30.09.1889
3. 1889 - 1892 P. Josef WIEDEMANN O.Cr. † 07.05.1898
4. 1892 - 1904 P. Josef ZWITTLINGER, O.Cr. † 17.06.1905
5. 1904 - 1918 P. Gustav SYSEL, O.Cr. † 28.08.1930
6. 1918 - 1945 P. Friedrich KINDERMANN, O.Cr. † 13.10.1945
7. 1945 - 1946 P. Gustav SCHREIER, O.Cr. † 06.05.1977
8. 1946 - 1950 P. Eduard JANITZKÝ, O.Cr. † 18.12.1963
9. 1950 - 1953 P. Josef ŠEBESTA, O.Cr. † 17.01.1995
10. 1953 - 1964 R.D. Andrej HIRJAK
11. 1964 - 1972 P. Metod Vilém CETL, O.Praem. † 09.07.1972
12. 1972 - 1990 R.D. František RADKOVSKÝ
13. 1990 - 1991 P. Jan Vladimír FRANZE, O.Praem.
14. 1991 - 1998 P. Vojslav Pavel BAXANT, O.Praem.
15. 1998 - 2001 P. Milan KUÈERA, O.Cr.
16. 2001 -         P. Jan Nepomuk JANEÈEK, O.Cr.